Christine Gaigg

Geboren in Linz, lebt und arbeitet als freischaffende Choreografin und Tänzerin in Wien. Studium der Philosophie, Linguistik und Theaterwissenschaften an der Universität Wien, Tanz- und Choreografieausbildung an der School for New Dance Development in Amsterdam.

Unter dem Label CHRISTINE GAIGG / 2ND NATURE realisiert sie choreografische Konzepte, meist in Kollaboration mit Komponisten Neuer Musik:

Mit dem Komponisten Max Nagl entstanden ua: The Time Falling Bodies Take to Light (1998, im Rahmen von Europa Danse Europa, mit Tänzern der Cie. Karine Saporta, Caen/F), Oiwei Super (1995, Festival der Regionen OÖ), one plus one (1999, mit TänzerInnen von Tanztheater Wien und Live-Musik des Max Nagl Ensemble), Sacre Material (2000, im Rahmen von Tanz2000.AT; Wiederaufnahme zur Eröffnung von ImPulsTanz 2001 im Hof des Museumsquartiers; ausgezeichnet mit dem österreichischen Tanzproduktionspreis), ten2hundred (2001, anlässlich der Eröffnung des Tanzquartier Wien) und ADEBAR/KUBELKA (2003, im Rahmen des Internationalen Filmfestivals Viennale).

Seit 2004 arbeitet sie mit dem Komponisten Bernhard Lang an einer Loop-Grammatik von Bewegung und Musik in der TRIKE-Serie: TRIKE spring, summer, winter (2004),  TRIKE (2005, Koproduktion mit Tanzquartier Wien und Theater am Neumarkt Zürich), V-TRIKE (2007, Uraufführung am Kaaitheater Brüssel), TrikeDoubleThree (2009, Festival Wien Modern), NetTrike (2010 IEM Graz / IRCAM Paris), M-Trike (2012, Schauspielhaus Wien). Maschinenhalle#1 des Kollektivs Lang/Gaigg/Ritsch/Harnoncourt eröffnete das Festival steirscher herbst 2010 und war 2011 in Wien im Semper Depot zu sehen. Seven Cuts (2011, ImPulsTanz Festival) entstand auf der Grundlage einer Komposition von Bernard Gander.

Als Regisseurin interessiert sie die Spannung zwischen Text und Körperlichkeit: 2007 inszenierte sie Elfriede Jelineks Über Tiere als Schweizer Erstaufführung im Rahmen der Zürcher Festspiele in Koproduktion mit dem Theater am Neumarkt Zürich und dem Tanzquartier Wien; 2012 Xaver Bayers Erzählung Wenn die Kinder Steine ins Wasser werfen am Schauspielhaus Wien.

Die Doku-Performance DeSacre! Pussy Riot meets Vaslav Nijinsky wurde im April 2013 in der Josephskapelle der Hofburg, auf Einladung von Bundespräsident D.Heinz Fischer, uraufgeführt.

Neben ihrer choreografischen Tätigkeit war Christine Gaigg European Editor der Zeitschrift "Performance Research" (1995 -2001) und Vorstandsmitglied von T-junction, einer Vereinigung zur Förderung des zeitgenössischen Tanzes in Österreich, unterrichtete von 1991-95 an der School for New Dance Development in Amsterdam und hat seit 1996 Lehraufträge für Performancetheorie am Institut für Theaterwissenschaft der Universität Wien inne, seit 2012 an der Universität Hamburg. Als ehemalige Falter Filmredakteurin (1979-84) schreibt sie heute sporadisch über Film und Live Performance, zb für kolik.film oder das Standard Viennale Tagebuch 2010.

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